damen-1Das Spiel gegen Gerlafingen hatte genau den chaotischen Charakter, den unsere diesjährige Saison prägt. Die Tatsache dass unser Coach Hubi und Trainerin Steffi beide an diesem Samstag verhindert waren, machte den Anfang. Wie verhext konnten auch die meisten unserer sonstigen Alternativen nicht einspringen. Glücklicherweise liess uns Caro, Mutter zweier Spielerinnen, fleissige Zuschauerin und ehemalige Volleyspielerin, nicht im Stich und stand uns im Match zur Seite.

Unser Team ist generell sehr beschäftigt, Vollständigkeit ist eher die Ausnahme als die Regel. So kam es, dass wir zum ersten Mal (seit langem) ohne Libera antreten mussten. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Leistungen in den ersten Spielen, hatten wir schon ein wenig Angst gegen das letztplatzierte Gerlafingen Punkte zu verlieren.

Wie so oft gelang uns ein sehr erfolgreicher Start, Sina konnte mit starken Services gleich zum 10:0 aufschlagen und verschaffte  somit ein gutes Polster. Der Satz konnte problemlos zu unseren Gunsten beendet werden. Eines unserer grössten Probleme ist wohl der Niveauabfall nach einem ersten, gewonnen Satz. Auch in diesem Spiel war diese Tendenz zu erkennen, vor allem was die Service-Fehler betrifft. Trotzdem reichte die Leistung aus um auch den zweiten Satz zu gewinnen. Im dritten Satz hatten wir dann das Chaos auf dem Feld. Aufgrund eines Aufstellungsfehlers mussten wir sogleich einen Spielerwechsel machen und Passeuse Delia musste als Mittelblockerin weiterspielen. Da dies scheinbar einen enormen Zeitverzug verursachte, erhielten wir die gelbe Karte… Trotz folglicher Abstimmungsschwierigkeiten konnten wir schliesslich den letzten Satz und somit den Match gewinnen.

Die sehr jungen Spielerinnen von Gerlafingen konnten ihre Leistung von Satz zu Satz steigern und zeigten grosses Potential. Mit der Routine der teilweise fast 10 Jahre älteren Aescherinnen konnten sie jedoch noch nicht mithalten (und wir dachten immer unser Team sei jung).

Angi Kaufmann