Damen 1 gewinnt den «Revierkampf» in Gerlafingen
«Jeder Ball zählt – kein Zentimeter wird verschenkt – macht die Halle zur Festung.»
So kündigte der VBC Gerlafingen das Derby auf Instagram an. Eine Kampfansage. Und ja – auch für uns ist «Ginggu» immer ein echtes Derby: gefährlich nah in der Tabelle, jahrelange Rivalität und jede Menge Emotionen. Das Feuer war also bereits vor dem ersten Anpfiff entfacht.
Vitamin D zum Starten
Nach gefühlt Wochen voller Regen, Wind und Kälte begrüsst uns der Matchtag mit strahlendem Sonnenschein. Zum ersten Mal geniessen wir sogar den obligatorischen Spaziergang von Coach Hubi. Vitamin D getankt, Wochenend-Klatsch ausgetauscht und uns gegenseitig hochgepusht – bereit fürs Derby.
Beim Einwärmen füllt sich die Halle überraschend schnell. Klar, viele Fans drücken dem Heimteam die Daumen, aber auch wir entdecken zahlreiche bekannte Gesichter. Danke für den Support!
Die Halle selbst? Speziell. Sehr lang, sehr niedrig. Für uns, verwöhnt von einer hohen Halle, eine kleine Umstellung.
Drama, Baby, Drama
Der erste Satz liefert sofort, was ein Derby verspricht: Drama. Beide Coaches ziehen ihre Time-outs, acht Spielerinnen werden eingewechselt, und ganze 30 Minuten dauert der Krimi, bis wir den Satz mit 28:26 für uns entscheiden können.
Mit Rückenwind starten wir in Satz zwei und legen nach: 25:21. 2:0-Führung. Läuft doch! Oder?
Leider nein. Klassiker: zu früh gefreut.
Im dritten Satz tauchen wir komplett ab. Annahmen wackeln, Angriffe landen im Out und unsere Block-Festung bekommt Risse. Mit 13:25 geben wir den Satz deutlich ab.
Der fünfte Satz entscheidet
Auch Satz vier beginnt holprig. Zwar erspielen wir uns eine komfortable Führung, doch Gerlafingen gibt nicht auf. Besonders die erfahrene Aussenangreiferin mit der Nummer 8 bringt uns mit starken Services und cleveren Angriffen ins Schwitzen. 23:25. Tie-Break.
Die Halle kocht. Emotionen? Hoch. Nerven? Angespannt.
Es folgt ein wilder Schlagabtausch: starke Aktionen, mutige Entscheidungen – und natürlich auch ein paar unnötige Fehler. Am Ende gelingen uns einige Verteidigungsaktionen mehr, unsere Smashes finden den Weg am Block vorbei und die Services sitzen. 15:11 im fünften Satz. Sieg!
Ein intensives Spiel, das uns mental, körperlich und als Team alles abverlangt hat. Umso schöner, dass wir dieses Derby für uns entscheiden konnten.
Bleibt eine offene Frage …
Und nochmals zur Instagram-Ansage:
«Wir spielen, um zu zeigen, wem diese Halle gehört. Das ist ein Revierkampf.»
Also … gehört die Kirchackerhalle jetzt uns? 😉